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Baufreizeit Rumänien 2020

Baufreizeit in Rumänien 2019 – das Abenteuer geht weiter!

Die Baufreizeit der evangelischen Kirchengemeinde Halle, die seit vielen Jahren nach Rumänien und dort seit dem letzten Jahr ins beschauliche Felldorf in Siebenbürgen führt, ist am vergangenen Wochenende nach zwei Wochen Aufenthalt gesund, glücklich und erfüllt zurückgekehrt. Pastor Bernd Eimterbäumer, der seit vielen Jahren die Baufreizeit organisiert, begleitet und selber sehr fleißig als „Hilfsarbeiter“ unterstützt, sagte nach der Rückkehr: „ Ich bin unglaublich dankbar dafür, dass sich jedes Jahr wieder eine ganze Reihe Profihandwerker finden, die den jugendlichen mit viel Liebe und Geduld handwerkliche Kenntnisse vermitteln. Ohne deren Unterstützung wäre eine Baufreizeit in diesem Stil überhaupt nicht denkbar!“ Und mit dieser Unterstützung und dem Fleiß der vielen jugendlichen und erwachsenen Helfer konnten in diesem Jahr wieder einige Projekte an der Kirchenburg in Felldorf verwirklicht werden. Es wurde eine neue Treppe aus dem Keller des Pfarrhauses ins Erdgeschoss gebaut, in einem Raum ein neuer Fußboden aus Holz verlegt, kaputte Wände repariert und der Kirchturm vom Schmutz vieler vergangener Jahrzehnte befreit. Außerdem wurden einige Wände ausgebessert, Wände in einem zukünftigen Bad errichtet und in unglaublicher Fleißarbeit viele, sehr viele Steine freigelegt, ausgebuddelt und aufgeschichtet. Durch das für Oktober ungewöhnlich warme und sonnige Wetter war die Stimmung auf der Baustelle stets gut und die Arbeiten gingen flott voran. Die 37köpfige Gruppe im Alter von neun bis 68 Jahren hat in den zwei Wochen ein sichtbares, positives Ergebnis erreicht – und nicht nur das: sie haben auf relativ kleinem Raum zusammen gegessen, gelacht, gebetet, gesungen und Unterstützung für die geleistet, die es brauchten. Es war eine Gemeinschaft, die im Alltag so nicht ohne weiteres zu finden ist. Trotz Muskelkater, Müdigkeit und Erschöpfung hielt sich die gute Stimmung zwischen allen Teilnehmern. Den Sonntag in der Mitte der Freizeit nutzte die Gruppe für einen deutschen Gottesdienst in Schäßburg, der nächsten größeren Stadt. Danach konnte jeder wählen, ob er die Stadt entdecken und Kulturelles ansehen, Cafes und Restaurants besuchen oder sich in einem Schwimmbad entspannen wollte. Die Teilnehmerin Melanie Ferber sagte, dass sie die Zeit in Rumänien wertschätzen lässt, was wir in Deutschland für ein privilegiertes Leben haben – und auch sie lobt die fleißigen Handwerker und Arbeiter, die ihren Urlaub bzw. Ferien damit verbracht haben, etwas Gutes für Menschen zu tun, die nicht so viel haben wie wir.

Die Baufreizeit in 2018

 

Hier ein Interview mit Radio Bukarest Inlandsdienst

 

Neues Projekt in Rumänien erfolgreich gestartet 

In den Herbstferien fuhr wieder eine 34köpfige Gruppe aus Jugendlichen und Erwachsenen unserer Gemeinde unter der Leitung von Bernd Eimterbäumer nach Rumänien. In diesem Jahr haben sie ein neues Projekt begonnen, die „Kirchenburg Felldorf“, ein Ensemble bestehend aus einer Kirche, einem Pfarrhaus und einem Gemeindehaus. Das langjährige vorherige Projekt, das Schloss in Ozd, wird verkauft und der Erlös ist für das Therapiezentrum für alkohol- und drogenkranke Männer bestimmt – „der jahrelange Einsatz dort war in keinem Fall vergebens!“, versichert Bernd Eimterbäumer. Auch in Felldorf gab (und gibt es in den nächsten Jahren) für alle genug zu tun: elektrische Leitungen wurden verlegt, eine Zwischendecke wurde eingezogen, eine Treppe gebaut und neue Dachrinnen angebracht, um nur einige Arbeiten zu nennen, die alle zusammen, unter der fachkundigen Leitung der mitgereisten Handwerker ausgeführt haben. Laura Grossmann: Ich fand es sehr cool, wie viel Neues wir gelernt haben. Besonders im Umgang mit Maschinen. Dem schließt sich Tanja Braham an, die es toll fand, dass die Handwerker ihr Wissen geteilt und weitergegeben haben. Auch Lena Tietz fand es schön, neue Dinge wie z.B. mauern oder mit dem Bohrhammer umzugehen zu lernen. Nach dem Frühstück und der Morgenandacht wurden die Tagesaufgaben verteilt und bis zum Mittagessen wurde fleißig gewerkelt. Ein sehr preiswertes, bodenständiges Hausmannskost – Mittagessen wurde täglich gebracht – nach dem Essen ging es mit der Arbeit weiter. Der Tag endete nach dem Abendessen mit Besprechungen für den folgenden Tag, mit Freizeit, einer Abendandacht und einem Gebetskreis. Dieser Tagesablauf schweißte die Teilnehmer zu einer schönen Gemeinschaft, in der jeder so akzeptiert wurde, wie er war, zusammen. Melanie Ferber und Teo Lohmeyer fanden es besonders toll, dass alle sehr herzlich in der Gruppe aufgenommen wurden, auch wenn man sich vorher noch gar nicht kannte. Der Sonntag wurde zu einem Gottesdienstbesuch in der Klosterkirche und einem Stadtrundgang in der nahe gelegenen Stadt Schäßburg genutzt. Von dem Gottesdienstbesuch schwärmte besonders Alina Ehlers, denn er wurde, für sie überraschenderweise, in Deutsch abgehalten. Ein Teil der Gruppe besichtigte diese Kirche dann unter fachkundiger Führung noch genauer, während ein anderer Teil ein paar Stunden in einem Hallenbad verbrachte. Die Bewohner des Dorfes waren sehr interessiert am Fortgang der Arbeiten – es war ihnen wichtig, der Gruppe auch etwas Gutes zu tun und so gab es einen gemeinsamen Abend mit einer großzügigen Bewirtung mit Cevapcici vom Grill. Dem 11jährigen Linus Hennemeyer fiel bei den Dorfbewohnern besonders die Armut auf – aber auch, dass ein Mädchen teure Sachen besaß, wie z.B. ein modernes Handy. Im kleinen Dorf Bikis wurden die Instandsetzungsarbeiten an der Dorfkirche von einem Fünferteam unserer Gruppe zur Freude der kleinen Gemeinde abgeschlossen. Am letzten Tag der Ferien kamen die Teilnehmer nach einer 24stündigen Fahrt müde, glücklich, erfüllt und stolz auf das Geleistete wieder in Halle an.

Silke Gregor-Eckroth